Schweizer Hochdeutsch oder Schweizerdeutsch: was Text to Speech kann

In der Schweiz spricht man im Alltag Mundart, schreibt aber Hochdeutsch. Für Sprachausgabe ist dieser Unterschied entscheidend: Eine KI-Stimme liest einen geschriebenen Text vor, und geschrieben wird in der Schweiz Standarddeutsch. Was eine Stimme mit Schweizer Klang leisten kann und wo ihre Grenzen liegen, erklären wir hier.
Schweizer Hochdeutsch ist nicht Schweizerdeutsch
Schweizerdeutsch ist der Sammelbegriff für die alemannischen Mundarten, von Baseldeutsch bis Walliserdeutsch. Es gibt keine einheitliche Schreibweise, und jede Region klingt anders. Schweizer Hochdeutsch ist die Standardsprache, die in Nachrichten, Schule und Verwaltung gesprochen wird, mit eigener Aussprache, eigener Melodie und eigenen Wörtern wie „Velo“, „parkieren“ oder „Trottoir“.
Unsere Schweizer Stimmen lesen hochdeutschen Text mit Schweizer Klang, so wie man in der Schweiz Nachrichten liest oder im Meeting präsentiert. Auf Mundart sind sie nicht abgestimmt. Schreiben Sie Ihren Text deshalb auf Hochdeutsch; Mundartwörter klingen in einer hochdeutschen Ansage fremd.
Wofür eine Schweizer Stimme taugt
- Telefonansagen für Unternehmen, Praxen und Verwaltungen in der Deutschschweiz.
- Erklärvideos und Werbung mit eigener Schweizer Fassung, wenn die bundesdeutsche Stimme zu fremd wirkt.
- Schulungen für Mitarbeitende in der Schweiz, mit Schweizer Begriffen aus Recht und Arbeitswelt.
Texte für die Schweiz schreiben
- Schreibweise: In der Schweiz gibt es kein „ß“, man schreibt „ss“. Die Stimme liest beides gleich, aber Ihr Text wirkt im Untertitel oder Skript schweizerisch.
- Wortschatz: „Velo“ statt „Fahrrad“, „Spital“ statt „Krankenhaus“, „Natel“ oder „Handy“ je nach Zielgruppe.
- Zahlen und Preise: Schreiben Sie Beträge so, wie sie gesprochen werden sollen, etwa „neunzehn Franken neunzig“.
- Ortsnamen: Hören Sie Namen wie „Winterthur“ oder „Rapperswil-Jona“ an und setzen Sie im Editor die Betonung, wo sie nicht stimmt.
Und wenn es Mundart sein soll?
Für eine echte Mundart-Ansage, etwa auf Berndeutsch für ein lokales Geschäft, ist eine Sprecherin oder ein Sprecher aus der Region weiterhin die beste Wahl. Eine Möglichkeit dazwischen: eine eigene Stimme aus Ihrer Aufnahme. Sie übernimmt Ihren Klang, liest aber ebenfalls geschriebenen Text; mehr dazu unter Eigene Stimme erstellen.
Alle Schweizer Stimmen mit Hörproben finden Sie auf der Seite Schweizer Hochdeutsch. Hören Sie mehrere mit Ihrem eigenen Satz an, bevor Sie sich entscheiden.
Häufige Fragen
Kann ich einen Text auf Schweizerdeutsch vorlesen lassen? Die Stimmen sind auf Hochdeutsch abgestimmt. Mundarttext liest eine Stimme zwar vor, aber nicht so, wie eine Person aus der Region ihn sprechen würde.
Muss ich ss statt ß schreiben? Für die Aussprache ist es gleich. Für Untertitel, Skripte und alles, was Ihre Kunden auch lesen, ist die Schweizer Schreibweise mit ss die richtige.
Gibt es auch Frauenstimmen mit Schweizer Klang? Stand Oktober 2026 sind alle Schweizer Stimmen männlich. Welche es aktuell gibt, sehen Sie mit Hörproben auf der Seite Schweizer Hochdeutsch.
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